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Wie schmecken Maibeeren und was wird aus Maibeeren hergestellt?

Wie schmecken Maibeeren und was wird aus Maibeeren hergestellt?


Maibeeren sind auch als Honigbeeren (Lonicera kamtschatica), Blaue Honigbeeren, Kamtschatka-Heckenkirschen oder Sibirische Blaubeeren bekannt. Sie gehören zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und stammen ursprünglich von der ostsibirischen Halbinsel Kamtschatka. Maibeeren findet man in den Pyrenäen, Alpen, Tschechien, Bulgarien, Mittel-bis Ostasien, Japan und in bergigen Gegenden bis etwa 2100 Meter Höhe. Das Wildobst ist mit der bei uns beheimateten Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) verwandt. 


Der pflegeleichte, sommergrüne Maibeerenstrauch dient heutzutage primär als dekorativer Zierstrauch, die aromatischen Beeren können aber auch verzehrt werden. Die vitaminreichen Früchte erinnern in Geschmack und Farbe an die Kulturheidelbeere und finden aufgrund der vielen wertvollen Inhaltsstoffe auch Verwendung in der Naturheilkunde.  Die genügsame Pflanze blüht bereits im März – ihre glockenförmigen gelb-weißen Blüten sind eine wahre Zierde für jeden Garten. 


Beeren, Blüten und Blätter


Die Maibeere beginnt bereits zu Winterende mit dem Austrieb, ausreichend hierfür sind schon ein paar warme Tage. Die etwa zwei Zentimeter großen, glockenförmigen Blüten sind paarweise angelegt und duften intensiv. Die bis zu 6 cm langen samtigen, von beiden Seiten leicht behaarten Blätter der Maibeere wachsen erst nach den Blüten. Die Erntezeit der vitaminreichen Honigbeeren beginnt bereits im Mai, weit vor der üblichen Reife anderer Beeren. Die Früchte ähneln in ihrem Wuchs und Geschmack der Kulturheidelbeere, einzig die längliche Form der blauen Beeren unterscheidet sie von den heimischen Beeren. Ein weiterer Unterschied der Sibirischen Blaubeere zu den Kulturheidelbeeren ist der geringere Ernteertrag. Ein wichtiger Vorteil ist hingegen die Anspruchslosigkeit der Maibeere. Eine weitere Besonderheit der Kamtschatka-Heckenkirsche ist das frühe Abwerfen des Laubs Ende August – weit vor Beginn des Herbstes. 



Die bekanntesten Maibeeren-Sorten


Es gibt frühe und späte Honigbeeren-Sorten. Sie unterscheiden sich allerdings nur in geringem Maße voneinander.


  • Morena ist etwas schwerer und größer und reift in milden Lagen bereits ab Ende Mai.
  • Fialka fällt ebenfalls durch ihre Größe und ihr Gewicht auf. Sie kann bereits im Mai/Anfang Juni geerntet werden.
  • Maitop verspricht einen guten Ertrag an besonders aromatischen Beeren.
  • Amur ist eine ebenfalls besonders schmackhafte Maibeeren-Sorte. Sie gilt als eine gute Befruchtersorte für die Maitop.
  • Eisbär fällt durch sehr große Früchte (3 bis 4 cm lang) auf und verspricht einen großen Ertrag.

Weitere Sorten sind zum Beispiel die Honigbeere Blue Velvet, die Honigbeere Honey Blue und die Sibirische Blaubeere Myberry Sweet. 


Standort und Anpflanzung


  • Die Maibeere kann problemlos in normaler Gartenerde angepflanzt werden. Es ist weder ein spezieller pH-Wert noch ein Moorbeet erforderlich, auch eine besondere Vorbereitung des Bodens ist nicht nötig.
  • Um den Boden noch extra aufzulockern und mit mehr Humus anzureichern, um eine reichhaltigere Ernte zu erzielen, kann eine spezielle Erde verwenden. Diese sollte torffrei sein.
  • Beim Pflanzen der Blauen Honigbeere ist nur zu beachten, dass sie nicht als Unterpflanzung für andere Sträucher dient, denn die Maibeere kann nach einigen Jahren auch eine Höhe von 1,5 Metern erreichen. Die normale Wuchshöhe der Maibeere beträgt etwa einen Meter. Auch sollte mindestens ein Meter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen eingehalten werden, um jedem Strauch die Möglichkeit zu geben, sich auszubreiten.
  • Vor dem Einpflanzen sollte ein Loch gegraben werden, das mindestens 1,5-mal so groß ist wie der Wurzelballen.
  • Der Zeitpunkt der Anpflanzung kann variabel gestaltet werden. Es ist sogar möglich, die Pflanze ganzjährig anzupflanzen. Es sollte nur kein Frost herrschen. Ideal wäre der Frühling, aber auch im Herbst kann die Maibeere problemlos gepflanzt werden.
  • Bevor der Wurzelballen eingepflanzt wird, sollte er etwas gelockert und die einzelnen Wurzeln sorgsam auseinandergezupft werden. 
  • Bei der Wahl des Standortes sollte auf einen feuchten Boden und Helligkeit geachtet werden. Auch Halbschatten oder direktes Sonnenlicht verträgt die genügsame Pflanze sehr gut. Für einen reichhaltigen Beerenertrag ist eine helle, sonnige Umgebung ideal.
  • Trockenheit verträgt die Heckenkirsche hingegen überhaupt nicht. In regenarmen Zeiten sollte die Pflanze deswegen regelmäßig gegossen werden.
  • Nach ca. drei Jahren können die ersten leckeren Früchte des Maibeerstrauchs geerntet werden.
  • Für einen reichhaltigen Fruchtertrag ist es wichtig, mindestens drei Honigbeeren von verschiedenen Sorten (z. B. Mailon, Morena, Maistar, Fialka und Amur) zu pflanzen.
  • Auch Maiglöckchen als direkte Nachbarn im Beet können den Ernteertrag steigern.
  • Sogar auf dem Balkon kann die Blaue Honigbeere als Kübelpflanze gut gedeihen, selbst den Winter übersteht die robuste frostfeste Pflanze dort ohne Probleme.


Überwintern, Schädlingsbefall, Krankheiten


Die Maibeerpflanze verträgt Temperaturen bis ca. -45 °C, es müssen also keine speziellen Maßnahmen zum Schutz der Pflanze vor Kälte getroffen werden. Die Blüten, die bereits im März sprießen, sind frostsicher bis etwa -8 °C. Auch vor Schädlingsbefall braucht man bei dieser robusten Pflanze keine Angst zu haben. Eine Ausnahme sind Frostspanner, die vereinzelt beobachtet wurden. Und auch Vögel lieben die leckeren kleinen Beeren, deshalb sollten die Honigbeersträucher in Gebieten mit erhöhter Vogelpopulation mit Aufsteckern, die man mitten in die Pflanze steckt, oder mit ausgedienten CDs geschützt werden. Die glitzernden Scheiben hängt man einfach lose baumelnd mitten im Strauch auf. Von einem Vogelschutznetz, mit dem die Honigbeeren bedeckt werden, kann nur abgeraten werden, denn besonders Jungvögel verheddern sich leicht in dem Netz.



Kann die Sibirische Blaubeere im Kübel überwintern?


Die robuste Pflanze kann ganz einfach in einen Kübel gepflanzt werden und darin auch problemlos in der Nähe des Hauses überwintern. Damit die Feinwurzeln bei eisigen Temperaturen nicht erfrieren, kann der Pflanzenkübel mit einer isolierenden Folie oder Ähnlichem geschützt werden. 



Sind Maibeeren genießbar?


Maibeeren kann man ab Ende Mai direkt vom Strauch verzehren. Die Honigbeeren ähneln im Geschmack den Kultur-Heidelbeeren. Sie enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe, die sie zu einem wahren Superfood machen. Allerdings sind sie nicht so lange haltbar wie ihre heimischen Verwandten. Sie sollte gleich nach der Ernte gegessen oder anderweitig verwendet werden, zum Beispiel für Marmeladen, Säfte oder Kompott. 

Hier folgt ein besonderes leckeres Rezept für Maibeeren: 

In Russland bereitet man aus Maibeeren eine Warenje zu. Das ist so etwas wie eine flüssige Konfitüre, ganz ohne Geliermittel. Die Beeren werden im Mengenverhältnis 1:1 mit Zucker und 5 Esslöffeln Zitronensaft aufgekocht (unter permanentem Rühren). Sobald der Zucker vollständig aufgelöst ist, muss die Mischung abkühlen. Danach wird alles noch drei bis vier Mal kurz aufgekocht. Das Abkühlen ist wichtig, um die Farbe und Konsistenz der Maibeeren zu bewahren. Dann ist die Warenje – ganze Früchte in einem dünnen Sirup – fertig. Lecker! 



Warum trägt die Maibeere keine Früchte?


Wenn die Maibeere nach drei Jahren immer noch keine Früchte trägt, kann dies mehrere Ursachen haben. Zur Befruchtung einer Maibeere ist grundsätzlich keine zweite Pflanze erforderlich, aber oft benötigt die Zier- und Nutzpflanze eine weitere Sorte, um Früchte zu tragen. Eine andere Ursache könnte ein zu schattiger Standort sein, die Maibeere braucht zumindest ein halbschattiges Plätzchen. Vielleicht wurde die Pflanze bei langen Trockenperioden auch nicht ausreichend gegossen. Wenn dazu auch keine Blüten vorhanden sind und die Blätter Mangelerscheinungen aufweisen, kann mit einer erneuten Düngung Abhilfe geschaffen werden. Eventuell muss auch der Boden nachbehandelt werden. 



Wie vermehrt man Maibeeren?


Um Maibeeren zu vermehren, werden im Sommer ca. 20 cm lange junge Triebe abgeschnitten. Diese sollten weder Blüten noch Früchte enthalten. Dann werden die Triebe in Blumentöpfe mit lockerer Erde gesetzt, wo sie bis zum Frühling an einem frostfreien, hellen und kühlen Standort überwintern. Im März können die Stecklinge dann im Garten eingepflanzt werden. Eine spezielle Aussaat- und Kräutererde sorgt für ein gutes Wurzelwachstum, und natürlich müssen die kleinen Pflanzen ausreichend viel Flüssigkeit bekommen – wenn nicht genügend Regen fällt, benötigen sie Wasser aus der Gießkanne. Eine weitere Möglichkeit, Maibeeren zu vermehren, ist die Absenker-Methode. Ein Trieb der Maibeere wird hierfür so weit nach unten gebogen, bis er im Boden verankert ist. Nun kann der Absenker neue Wurzeln bilden.



Sollen Honigbeeren beschnitten werden?


Um die Maibeere zu verjüngen, kann die Pflanze nach der Ernte im Juni geschnitten werden. Zu beachten ist dabei, dass in den ersten drei Jahren nur schwache und zu dicht beieinanderstehende Triebe entfernt werden. Bei den vierjährigen und älteren Sträuchern schneidet man jährlich nach der Ernte die ältesten Triebe bodennah ab. Stehenbleiben müssen acht bis zehn der kräftigsten Jungtriebe – diese tragen im folgenden Jahr neue Beeren.




Was wird aus Maibeeren hergestellt?


Aus den aromatischen und vitaminreichen Maibeeren werden viele schmackhafte und gesunde Dinge hergestellt:





Alles Wichtige im Überblick


  • Die Maibeere kommt ursprünglich aus Sibirien, Kamtschatka und den Kurilen.
  • Die Pflanze ist kälteresistent bis ca. -45 °C, die Blüten bis ca. -8 °C.
  • Die Pflanze erreicht eine Höhe von 1 bis 2 Metern.
  • Der Boden sollte feucht, sandig oder felsig sein. Für die Anpflanzung im Garten reicht meistens normale Gartenerde.
  • Der Boden sollte nicht zu kalkhaltig sein, es ist kein extra Moorbeet nötig.
  • Es sollten mindestens zwei Sträucher mit einem Mindestabstand von einem Meter gepflanzt werden.
  • Eine Düngung mit Beerenobstdünger erfolgt im Frühjahr.
  • Die Beeren reifen bereits im Mai, sie sind essbar und stecken voller Vitamine.
  • Die Blütezeit ist im März.
  • Die Maibeere mag es am liebsten sonnig bis lichtschattig, aber ohne pralle Mittagssonne.
  • Geschnitten werden die Maibeeren in etwa wie die Kulturheidelbeeren: Die zweijährigen Triebe (haben eine borkige Rinde) werden direkt nach der Ernte an der Basis abgeschnitten. Acht bis zehn Triebe sollten stehengelassen werden.
  • Die Vermehrung kann auch über Stecklinge und Absenker erfolgen.
  • Maiglöckchen sind die idealen Begleiter für die Maibeeren. Sie sorgen für einen reichhaltigeren Ertrag der Sträucher.
  • Schädlingsbefall und Krankheiten kommen so gut wie nie vor.



Inhaltsstoffe

Antioxidantien, Fruchtsäuren, Fructose, Anthocyane, Rutin, Flavonoide, Vitamin C, A und E sowie Eisen, Magnesium, Phosphor und Calcium. 

 

  • Antioxidantien
  • Antioxidantien sind Radiaklfänger, das bedeutet, dass diese chemische Verbindung eine Oxidation anderer Substanzen verlangsamt oder ganz verhindert. Die Maibeeren haben einen besonders hohen Anteil an Antioxidantien. In 100 g frischen Honigbeeren sind 1080 mg enthalten. Zum Vergleich: In 100 g Blaubeeren stecken nur 150 mg und in 100 g Brombeeren gerade mal 100 mg. Der hohe Anteil an Antioxidantien macht die Maibeere zu einem wichtigen Bestandteil einer gesunden Ernährung. Das Immunsystem profitiert von diesen leckeren Früchten auf jeden Fall. 

     

  • Fruchtsäuren
  • Mit Fruchtsäuren werden die in Obst vorkommenden organischen Dicarbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren und Tricarbonsäuren bezeichnet. Zu den Fruchtsäuren zählen Glycolsäure, Fumarsäure, Apfelsäure, Mandelsäure, Salicylsäure, Citronensäure, Gluconsäure, Milchsäure, Oxalsäure, α-Hydroxycaprylsäure und Weinsäure.


    Wirkung


    Fruchtsäuren haben eine antimikrobielle Wirkung.



    Vorkommen


    • In vielen Pflanzen, primär in Obst



  • Fructose

  • Mit Fructose wird der Fruchtzucker bezeichnet, dieser gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate.

    Ebenso wie die Glucose (Traubenzucker) zählt die Fructose zu den Monosacchariden (Einfachzuckern).



    Wirkung


    • Fructose hemmt, wenn es in großen Mengen konsumiert wird, das Sättigungshormon Leptin. 


    Vorkommen 


    • Früchte
    • Honig
    • Haushaltszucker (in gebundener Form)



  • Anthocyane

  • Anthocyane gehören zu den chymochromen Farbstoffen, die ausschließlich im Zellsaft von Landpflanzen und nicht in Tieren, Wasserpflanzen oder Mikroorganismen vorkommen. Charakteristisch für die wasserlöslichen Farbstoffe ist die intensive blaue, violette oder rote Farbe. Anthocyane gehören zur Gruppe der Flavonoide, der sekundären Pflanzenstoffe. 

     

    Wirkung

    Anthocyane wirken antioxidativ gegen freie Radikale. Sie sollen die Abwehrkräfte gegen Entzündungen sowie gegen Krankheitserreger stärken. Und sie unterstützen den Körper auch wie oben erwähnt im permanenten Kampf gegen Krebszellen und bei Angriffen von Viren und Bakterien.

     

    Vorkommen

     

    Reichlich

      • Kirschen
      • Aronia
      • Maibeeren
      • blaue Trauben
      • Blaubeeren
      • Auberginen
  • Rotkohl
  • Usambaraveilchen
  •  

    Weniger

    • Kartoffeln
    • Bananen
    • Birnen
    • Erbsen
    • Spargel
    • Fenchel

     

     

  • Rutin

  • Rutin gehört zu den Flavonoiden, es ist ein Glycosid des Quercetins mit dem Disaccharid Rutinose. Dieses setzt sich zusammen aus Glucose und Rhamnose. Viele Pflanzen nutzen Rutin als Farbstoff, um sich vor UV-Strahlung zu schützen. Der sekundäre Pflanzenstoff kommt primär in den Blüten, Blättern und Stängeln einer Pflanze vor. Die starke Heilkraft des gelblichen Pflanzenstoffs ist seit vielen Jahren bekannt und wird primär in der Naturheilkunde genutzt. Der Stoffwechsel verarbeitet das Rutin aus der Nahrung, welches dann über die Leber in den Blutkreislauf gelangt. 



     

    Wirkung

    • In Kombination mit Vitamin C ist Rutin in der Lage, die Körperzellen gesund zu erhalten. 
    • Rutin gehört zu den Antioxidantien. Diese können Zellen vor Schäden bewahren und sie sogar reparieren.
    • Rutin kräftigt die Zellwände (z. B. Blutgefäße oder Dickdarm) und hemmt Entzündungsprozesse im Gewebe.
    • Rutin kann über die Leber Cholesterin- und Blutzuckerwerte verbessern/normalisieren.
    • Rutin hilft bei Venenleiden, wie z. B. Krampfadern und geschwollenen Beinen.

     

    Vorkommen

    • Buchweizen
    • Johanniskraut
    • Maibeeren
    • Rotes Weinlaub
    • Weinraute
    • Holunder
    • Petersilie

     

     

  • Flavonoide  

  • Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, sie gehören zur Gruppe der Polyphenole. Sie sind besonders reichhaltig in Obst, Gemüse und Kräutern enthalten, kommen aber auch in Getränken wie Obst- und Gemüsesäften, Rotwein, Kakao und Tee vor. Die Flavonoide werden in sechs Untergruppen eingeteilt: Flavanole, Flavonole, Flavone, Flavanone, Isoflavone und Anthocyane. Diese Gruppen können ebenfalls wieder aus Untergruppen bestehen. Alle wirken unterschiedlich im Organismus, deshalb ist die Kombination aus mehreren Flavonoiden so wichtig für die Gesundheit. Je höher der Verzehrt an unterschiedlichen Flavonoiden ist, desto besser ist die Schutzwirkung vor Krankheiten.




    Wirkung


    • Flavonoide wirken entzündungshemmend. 
    • Flavonoide verbessern die Gefäßfunktion.
    • Das Risiko für Krankheiten wird gesenkt.
    • Die Polyphenole senken das Erkrankungs- und Sterberisiko bei chronischen Lastern, wie Rauchen und Trinken. 
    • Das Risiko an Krebs oder Herz-Kreislaufleiden zu erkranken, wird deutlich gesenkt.
    • Flavonoide aus unterschiedlichen Lebensmitteln erhöhen die Schutzfunktion vor (chronischen) Krankheiten deutlich.
    • Flavonoide können Demenz vorbeugen.



    Vorkommen


    • Blaubeeren, Maibeeren, schwarze Johannisbeeren, Brombeeren und Rotkohl enthalten am meisten Anthocyane.
    • Auch in Himbeeren und Rettich kommen vermehrt Anthocyane vor.
    • Besonders viele Flavanole sind in dunkler Schokolade (Kakao) und grünem und schwarzem Tee enthalten.
    • Staudensellerie, Thymian und Petersilie enthalten eine Menge Flavone.
    • Rucola, Grünkohl, rote Zwiebeln, Petersilie und Brunnenkresse sind reich an Flavonolen.
    • Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen, Grapefruits und Grapefruitkernextrakt enthalten einen großen Anteil an Flavonen.
    • Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh sind reich an Isoflavonen.




  • Vitamin C

  • Vitamin C (Ascorbinsäure) ist wohl das bekannteste Vitamin. Es ist wasserlöslich und erfüllt vielfältige Aufgaben im Organismus. Es muss regelmäßig vom Körper aufgenommen werden, denn das Vitamin C ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, es sorgt zum Beispiel für eine optimale Funktion des Immunsystems.  Außerdem schützt das Vitamin die Körperzellen vor freien Radikalen. Hierbei handelt es sich um aggressive Sauerstoffverbindungen, die ursächlich an der Entstehung von Krankheiten beteiligt sind. Erstmals gelang es im Jahr 1932, das Vitamin C aus einer Paprika zu isolieren. Der lateinische Name Ascorbin bedeutet ohne Skorbut, ohne Vitamin-C-Mangel. Besonders bei den Seeleuten war Skorbut eine häufige und gefährliche Krankheit. Die Vitamin-C-Mangelerscheinung führte zu Symptomen wie Mattigkeit, geschwollenen Händen und Füßen sowie Zahnfleischbluten. In den Industrienationen kommt Skorbut heutzutage fast gar nicht mehr vor. 


    Es gibt vier unterschiedliche stereoisomere Varianten von Vitamin C. Sie haben die gleiche Konstitution und die gleiche chemische Summenformel, verfügen aber jeweils über eine andere räumliche Struktur. Nur die L-Ascorbinsäure weist eine biologische Aktivität auf, nur sie kann lebendes Gewebe positiv beeinflussen.



    Wirkung


    • Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen aus Pflanzen.
    • Ascorbinsäure wird benötigt für die Produktion von Gallensäuren und Catecholaminen  (z. B. Adrenalin und Noradrenalin).
    • Vitamin C fängt freie Radikale ab. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen entstehen bei normalen Stoffwechselprozessen, durch UV-Strahlung, Medikamenteneinnahme und Nikotin.
    • Ascorbinsäure kann die Bildung krebserregender Nitrosamine verhindern. Nitrosamine sind in manchen Lebensmitteln, wie gepökelten Wurst- und Fleischerzeugnissen enthalten und sie können bei der Verdauung entstehen.
    • Ascorbinsäure ist wichtig für die Wundheilung und für den Aufbau von Bindegewebe (Kollagen).



    Vorkommen


    • Obst (Acerola, Maibeeren, Hagebutte, Orangen, Äpfel, Zitronen, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Hagebutten, Papaya, Erdbeeren etc.)
    • Gemüse (Brennnessel, Petersilie, Paprika, Rosenkohl, Grünkohl, Sauerampfer etc.)




  • Vitamin A

  • Vitamin A ist ein essenzielles, fettlösliches Vitamin, das ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Retinol ist ein Stoff, der zu Vitamin A gehört. Irrtümlicherweise wird Retinol oft mit Vitamin A gleichgesetzt. Eine Vorstufe von Vitamin A ist das wichtige Provitamin A (ß-Carotin). Es gehört zu den Carotinoiden und kommt in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Im Körper kann es zu Vitamin A umgewandelt werden.  Das Vitamin ist wichtig für das gesunde Zellwachstum der Haut, der Schleimhäute und der Augen. 



    Wirkung


    • Vitamin A ist unentbehrlich für das Wachstum von Körperzellen.
    • Ein Zuviel an Vitamin A kann Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen.
    • Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollten keine Leber essen und keine Vitaminpräparate, die Vitamin A enthalten, einnehmen. Das Vitamin kann das Ungeborene schädigen.
    • Auch kleine Kinder sollten Leber nur in geringen Mengen oder gar nicht verzehren.
    • Eine Aufnahme von Vitamin A kann auch aus Körperpflegeprodukten, wie zum Beispiel Anti-Aging-Cremes erfolgen.
    • Beta-Carotin kann mit etwas Fett (z. B. Olivenöl) besser vom Organismus aufgenommen werden.



    Vorkommen


    • Tierische Lebensmittel (Leber, Käse, Butter etc.)
    • Beta-Carotin ist in pflanzlicher Nahrung enthalten (Karotten, rote Paprika, Spinat, Brokkoli, Tomaten, Aprikosen, Maibeeren etc.).




  • Vitamin E

  • Das fettlösliche Vitamin E schützt die Körperzellen vor freien Radikalen. Die unterschiedlichen Varianten von Vitamin E werden unter dem Fachbegriff Tocopherole zusammengefasst, wobei das Alpha-Tocopherol das Bekannteste ist. Vitamin E wird mit den Nahrungsfetten aufgenommen. Das Zellschutzvitamin betrifft explizit auch den Fettstoffwechsel. Und in der Kosmetik wird Vitamin E ebenso verwendet, z. B. in Sonnenschutzmitteln und Hautcremes. 



    Wirkung


    • Vitamin E wird primär in Kombination mit Fett vom Körper verwertet. Es schützt die Zellen vor freien Radikalen. 
    • Es ist ein wichtiges Zellschutzvitamin.
    • Das Antioxidans kann präventiv wirken gegen Herzinfarkt oder Krebs.
    • Es entfaltet in Kombination mit anderen Lebensmittelinhaltsstoffen eine gesundheitsfördernde Wirkung.
    • Eine Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln sollte vermieden werden.
    • Nicht gleichzeitig mit Eisenpräparaten einnehmen, es sollte ein Mindestabstand von zwei Stunden eingehalten werden.



    Vorkommen


    • Ausschließlich Pflanzen können das Vitamin E herstellen. 
    • In Ölen ist es besonders reichhaltig vorhanden, z. B. in Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Maiskeimöl und Sojaöl.
    • Nüsse enthalten viel Vitamin E.
    • Obst (Maibeeren), Brot und Gemüse enthalten ebenfalls Vitamin E.
    • In tierischen Produkten kommt Vitamin E nur in geringen Mengen vor.




  •  Mineralstoffe

  • Die Mineralstoffe Eisen, Magnesium, Phosphor und Calcium sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die dem Organismus mit der Nahrung zugeführt werden müssen, da der Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann. Die Stoffe sind hitzebeständig und können auch durch Sauerstoff nicht zerstört werden. Allerdings muss beim Kochen darauf geachtet werde, dass der Vorgang nicht zu lange dauert. Sonst werden die wertvollen Mineralstoffe aus der Nahrung ausgespült und eventuell mit dem Kochwasser weggeschüttet.


    Wirkung


    • Mineralstoffe und Spurenelemente sind wichtig für den Stoffwechsel.
    • Der Körper benötigt eine ausreichende Zufuhr an Mineralstoffen, da er diese nicht selbst herstellen kann.
    • Mineralstoffe übernehmen wichtige Funktionen im Körper. Sie sind z. B. wichtig für den Wasserhaushalt, unentbehrlich für feste Knochen und Zähne und für das reibungslose Funktionieren von Nerven und Muskeln etc.
    • Kalzium und Magnesium sollten nicht zusammen eingenommen, weil sie sich gegenseitig in der Wirkung behindern können.



    Vorkommen


    • Soja (Zink, Kalium, Mangan, Eisen, Phosphor, Magnesium, Chlorid)
    • Nüsse (Zink, Mangan, Kalium, Magnesium, Phosphor)
    • Käse (Zink, Kalzium, Phosphor)
    • Pilze (Kalium, Zink, Selen)
    • Fisch (Jod)
    • Spinat (Kalium, Eisen, Kalzium, Mangan)



    Maibeeren sind ein wahres Superfood. Die zahlreichen wichtigen Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelement können wesentlich zur Gesunderhaltung beitragen.