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Das gesunde Früchtchen: Aronia Beeren

Das gesunde Früchtchen: Aronia Beeren


Die Aroniabeere! Sie ist aktuell in aller Munde und dies nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes. Denn hier handelt es sich um eine „Superbeere“, über die bereits vieles geschrieben wurde. Diese kleine Beere ist „ganz groß“, da sie voller Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente steckt. All dies leistet einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung.


Klinische Studien und zahlreiche Untersuchungen lieferten bereits vielversprechende Ergebnisse zur Wirksamkeit von Aronia, in Hinsicht auf die Behandlung von verschiedenen Krankheiten. In Deutschland ist diese Aroniapflanze mit ihren Beeren bisher relativ unbekannt, aber gewinnt hierzulande immer mehr an Bedeutung.


Eine kleine dunkel-violette Aroniabeere aus biologischen Anbau


Die Aroniabeere ist ein natürliches Lebensmittel und sie ist nicht nur wohltuend, sondern ebenfalls extrem vielfältig. Wir stellen Ihnen die Aroniabeere vor und unsere Aronia-Produkte, wie dem Bio Aroniasaft, Pulver und Kapseln sowie vieles mehr. Bei uns entdecken Sie Aroniabeeren in Bio-Qualität und das ohne Kompromisse.


Der Steckbrief der Aroniabeere


Aronia melanocarpa (Schwarze Apfelbeere)

Gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae)

Blüte: Für 10 Tage Mitte Mai

Früchte: Ab August, reife, dunkel-violette Beeren


Der Standort


Während die Aroniapflanze ihren eigentlichen Ursprung in den Wäldern Kanadas hat, wächst sie heute von Nordamerika über Europa bis nach Sibirien. In den heimischen Gärten hierzulande wird sie als genügsames Obstgewächs oder Plantagenpflanze angebaut. Die Aroniapflanze erfreut sich in Mitteleuropa einer immer größer werdenden Beliebtheit. Wobei es keine Rolle spielt, ob sie im Flachland oder in gebirgigen Regionen angebaut wird. Wichtig ist es, Staunässe zu vermeiden. Je sonniger der Standort ist, desto mehr Fruchtsüße bilden die Früchte.


Die Blüten & Früchte


Im Mai präsentierten sich die Aroniasträucher sich in einer weißen Blütenpracht. Die Verwandtschaft mit dem Apfel ist in Bezug auf die Blütenform unverkennbar. Die kleinen, dunkel-violetten Aroniabeeren reifen ab August an sogenannten Schirmdolden und die Zweige tragen eine schwere Last. Aber Achtung: Gern naschen Vögel und Rehe die reifen Aroniabeeren.


Die Besonderheiten


Die Aroniapflanzen sind genügsam, robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Winterfest sind die Pflanzen bis zu Minustemperaturen von 35 Grad Celsius.


Der Geschmack


Aroniabeeren haben einen fein-herben und säuerlichen Geschmack, wobei es keine Rolle spielt, ob sie frisch, getrocknet oder als Bio Aroniasaft verzehrt werden. Zudem ist ihre dunkel-violette und recht intensive Farbe auffällig.


Beispielsweise, wenn Sie unseren Bio Aroniasaft als Schorle mit Wasser trinken, dann ist eine tiefrote Farbe zu sehen. Die natürlichen Pflanzenstoffe, die zur Gruppe der Polyphenole gehören, sind für die Färbung verantwortlich. 


Die Geschichte der Aroniabeere – eine Trendfrucht mit historischen Wurzeln


Ist die Aroniabeere eine der neumodernen Superfrüchte oder verfügt sie über „alte Wurzeln“? Bislang ist die Beere hierzulande nur selten anzutreffen, vor allem da sie nicht wirklich eine „neue“ Beerensorte ist. Sondern ihre Geschichte reicht bis in die vorkoloniale Zeit zurück, womit Verbindungen zu den Native Americans und First Nations zu erkennen sind.


Die indianische Tradition und die Aroniabeeren


Die Apfelbeere wurde Überlieferungen zufolge vor Jahrhunderten von einigen Indianerstämmen der Ostküste Nordamerikas genutzt. Sie bereiteten für Wanderungen und den Wintervorrat ein Pemmikan zu, dass neben getrocknetem Fleisch eine Menge Fett erhielt. Von einem Mokakin sprachen bspw. die Irokesen dann, wenn dieser Mischung die getrockneten Beeren hinzugefügt wurden. Diese zähe Mischung wies einen hohen Nährstoffbereich aus sowie eine hohe Haltbarkeit. Wird ein Vergleich zur heutigen Nahrung gesucht, dann kann dieser mit den Energieriegeln erfolgen, bei denen es sich ebenfalls um einen Mix aus verschiedenen Zutaten handelt, die zur Leistungsfähigkeit des Körpers beitragen.


Die Indianer stellten aus den Früchten ebenfalls keine Küchlein her, wofür sie die Beeren trockneten und diese zu Mehl zerstießen. Dessen ungeachtet verarbeiteten die Indianer nicht nur die Früchte der Aroniapflanze, sondern ebenso deren Blätter. Mit Hilfe von heißem Wasser wurde mit diesem ein Sud gebraut, um diesen bei Erkältungen zu trinken.


Der Weg der Aronia-Beere nach Europa


Aroniaähnliche Pflanzen sollen, laut verschiedenen Quellen, bereits zu Beginn des 19. Jhds. in Europa gesichtet worden sein. Doch sicher ist nur eines: Die Aronia-Sprösslinge fanden gegen Ende desselben Jahrhunderts ihren Weg nach Russland. Der Botaniker Iwan Mitschurin experimentierte bereits um 1901 im russischen Teil der Altai-Region mit Mispeln, Aronia und anderen Pflanzen. Dabei ging es ihm darum, frostresistente Pflanzen zu entwickeln, die an die dort herrschenden klimatischen Bedingungen angepasst sind. Zum Beispiel pfropfte er Triebe des Aroniastrauches auf den Stamm einer Eberesche, um so ein Hochstamm-Gewächs zu kreieren, womit selbst Minustemperaturen bis zu 30 Grad Celsius diesem nichts anhaben können.


Die Beere verbreitete sich ab den 1950iger Jahren über die Balkanstaaten und Skandinavien bis nach Mitteleuropa. Seit Mitte der 1970er sind große Plantage auch im Osten Deutschlands zu finden. Der Hauptanteil des deutschen Aronia-Anbaus liegt bis heute in Brandenburg, Sachsen und Bayern.


Die Inhaltsstoffe der Aroniabeeren


In der kleinen Beere sind viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Durch den hohen Gehalt an Folsäure, Vitamin K und Vitamin C werden das Immunsystem und die Abwehrkräfte gestärkt. Insbesondere für den Aufbau von Bindegewebe benötigt der Körper Vitamin C. Für Schwangere ist hingegen eine ausreichende Versorgung mit Folsäure wichtig, um so Missbildungen des Neugeborenen zu vermeiden. Ebenfalls zum Repertoire der Apfelbeere zählen Betacarotin (Provitamin A) und B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6).


Nicht nur dass, denn die Aroniabeere enthält auch eine Vielzahl an Mineralien und Spurenelemente, wie Zink, Jod, Eisen, Kalzium, Kalium und Eisen. Durch diese Inhaltsstoffe sollen unter anderem die Knochen, Muskeln und Nerven gestärkt werden, sondern sie unterstützen auch die Wundheilung und die Blutbildung.


Darüber hinaus sind in der Aroniabeere viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese gelten als natürliche Antioxidantien, wozu unteranderem der Pflanzenfarbstoff Anthozyan gehört. Dieser wiederum ist den Flavonoiden zuzuschreiben, welche die Pflanze vor Licht schützt. Anders beim Menschen. Bei ihm wirkt Anthocyan antioxidativ und damit als Radikalfänger.


In Stresssituationen, einer ungesunden Lebensweise (Nikotin und Alkohol) sowie schädlichen Umwelteinflüssen (UV-Strahlung, Smog) werden diese freien Radikale vom Körper gebildet. Natürlich sind geringe Mengen dieser aggressiven Sauerstoffverbindungen normal, doch zu viele schaden der Gesundheit. Sobald die Reparatur- und Entgiftungsfunktion einer Zelle überfordert ist, werden übermäßig viele freie Radikal gebildet. Diese fördern die Entstehung von Krankheiten und sie beschleunigen zugleich den Alterungsprozess.


Die Inhaltsstoffe der Aronia sollen die freien Radikale binden – besonders die Anthocyane) und ihnen entgegenwirken. In der Aroniabeere weist einen Anthocyangehalt von über 2000 Milligramm pro 100 Gramm Früchten auf, während andere Beeren lediglich 500 bis 800 Milligramm pro 100 gram aufweisen.


Die Heilkraft der Aroniabeeren


Die Aroniabeeren sollen sich entzündungshemmend, cholesterinsenkend, gefäßerweiternd, antioxidativ und blutzuckerregulierend auf den Organismus auswirken. Unter dem Begriff „antioxidativ“ wird die Fähigkeit verstanden, dass zellschädigende Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) im Gewebe abgefangen werden. Zudem soll die Apfelbeere die Magenschleimhäute schützen und gegen Viren und Bakterien helfen.


Darüber hinaus wirken die Aroniabeeren mild abführend und fördern die Harnbildung, womit sie wie ein Diuretikum wirken. Das bedeutet, dass die Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper mit dem Verzehr von Aroniabeeren bzw. Aroniabeerensaft begünstigt wird. Offenbar ist es den Apfelbeeren sogar möglich, den Blutdruck sowie den Fettgehalt im Blut zu senken. Die in den Beeren enthaltenen Gerbstoffe helfen scheinbar bei Magen-, Darm-, Leber- und Gallenbeschwerden.


Ebenfalls wird der Beere nachgesagt, dass sie vor Krebs schützt. Besonders vorbeugend soll sie im Zusammenhang mit Darmkrebs wirken. Als Nahrungsergänzung wird sie bei Brustkrebs eingesetzt. Oft wird die Heilpflanze auch eingesetzt, um die Regeneration nach einer Chemotherapie zu unterstützen.


Aber auch Menschen, die zu viel Eisen im Blut haben (Eisenspeicherkrankheit), die können von der Aroniabeere profitieren. Von den Inhaltsstoffen der Beeren wird Eisen gebunden und dessen Ausscheidung gefördert.


Fassen wir zusammen, worüber sich die Anwendung der Aroniabeeren erstreckt:


  • Eisenspeicherkrankheit
  • Darmbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Hoher und niedriger Blutdruck
  • Hohe Cholesterinwerte
  • Erkältungskrankheiten
  • Diabetes mellitus
  • Augenkrankheiten (grauer Star)
  • Arterienverkalkung (Arteriosklerose)

Selbst wenn es Studien gibt, die auf die genannten Anwendungsgebiete einen positiven Effekt feststellen konnten, so ist die Aussagekraft dieser Untersuchungen bisher nicht ausreichend.


Hilft Aronia beim Abnehmen?


Diese kleinen violetten Beeren unterstützen nicht nur bei einer gesünderen Lebensweise, sondern sie weisen ebenfalls einen positiven Abnehmeffekt auf. Allerdings fehlen in diesem Bezug noch aussagekräftige Studien. Aber eine Studie mit Mäusen hat gezeigt, dass durch den Verzehr der Aroniabeere eine Gewichtszunahme verhindert werden kann. Eine finnische Studie zeigt auf, dass die Einnahme mit jeder Mahlzeit, zu einem reduzierten Insulinbedarf führt und somit einen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel hat.


Die Kalorien und Nähr- sowie Inhaltsstoffe (durchschnittlich) der Aroniabeeren und deren Saft


Nähr- und Inhaltsstoffe

Pro 100 gr frische Beeren

Pro 200 ml frisch gepressten Saft

Kalorien

47 kcal

120 kcal

Fett

< 1g

< 1g

Eiweiß

0,7 – 2 g

< 1g

Kohlenhydrate

20 g

26 g

-davon Zucker

6 – 10 g

17 g

Ballaststoffe

6 g

< 1g

Vitamin C

14 mg

40 mg

Vitamin B1

180 μg

100 μg

Vitamin B2

200 μg

< 1 μg

Folat

20 μg

7 μg

Kalium

218 mg

570 mg

Magnesium

16 mg

28 mg

Eisen

0,9 mg

0,8 mg

Calcium

32 mg

30 mg

Zink

0,15 mg

0,26 mg



Aroniabeere - gibt es Nebenwirkungen?


Bei der Recherche zu diesem Artikel sind uns Artikel untergekommen, in denen die Aroniabeere aufgrund ihres hohen Blausäuregehaltes in die Medien geraten war. Wahr ist, dass in den Kernen der Beere geringe Mengen an Amygdalin enthalten sind und dieser Stoff ist in der Lage, im Körper die giftige Blausäure freizusetzen. Jedoch wird von der Verbraucherzentrale Entwarnung gegeben, denn laut dem Max-Rubner-Institut ist ein regelmäßiger Verzehr von Aroniabeeren-Produkten wie Saft, Marmelade oder getrocknete Früchte unproblematisch.


Etwa elf bis 20 Milligramm Amygdalin sind in 100 g frischen Beeren enthalten und d sind 0,6 bis 1,2 Milligramm gebundene Blausäure. Je nach Gewicht müsste ein Erwachsener somit vier bis acht Kilogramm Aronia zu sich nehmen, damit es zu einer Vergiftung kommt.


Hinzu kommt, dass es lediglich möglich ist, nur kleine Portionen der Beeren zu essen, aufgrund des herben Geschmacks. Außerdem steckt die Blausäure in den Kernen und diese werden beim Kauen nicht vollständig zerkleinert oder beim Erhitzen niedriger wird.


Aroinabeeren selbst anbauen


Die Bauern und Hobbygärtner leben nach einer festen Regel:


„Erst wenn alle Blätter von den Bäumen sind und der erste Frost klirrt, dann ist’s Zeit zum Pflanzen“.


Die Aroniabeere kann als Solitärpflanze oder Hecke gepflanzt werden. In seiner Blüte, verschönert die Pflanze mit seinen weißen, wunderschönen und zugleich bizarren Blütenständen den Garten. Damit ist bereits im Frühjahr ein toller Blickfang im Garten vorhanden. Die dunkel-violetten Blätter locken dann im Spät-Sommer.


Den Aroniastrauch pflanzen


Optimal ist der Herbst, um den Aroniastrauch zu pflanzen. Hat dieser seine Blätter abgeworfen, dann kann dieser eingepflanzt werden. Somit können die Pflanzen den gesamten Winter damit verbringen, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und das Wurzelwerk zu bilden. Die Folge ist, dass die Pflanzen direkt im Frühjahr blühen und für eine reichhaltige Ernte sorgen.


Die Sträucher, die im Topf geliefert werden, die können nahezu das gesamte Jahr über eingepflanzt werden. Jedoch sollte der Strauch mindestens vier bis fünf Triebe aufweisen.


Erhältlich ist die Aronia als Strauch oder Hochstamm. Aufgrund der Veredelung auf die Eberesche wurde die Aronia als Hochstamm gezüchtet. Allerdings stellt diese Variante der Aronia hohe Ansprüche an das Klima sowie an den Boden, im Gegensatz zu den unveredelten Pflanzen.


Vorbereitung zum Einpflanzen

Empfehlenswert ist ein Pflanzabstand von ein bis zwei Meter. Wer eine Hecke plant, der sollte einen Abstand zwischen den Pflanzen von 0,50m einhalten.

Das Pflanzloch sollte immer etwas größer und tiefer sein, als das Wurzelvolumen. Den Strauch in die Mitte des Pflanzlochs setzen und das Loch mit loser Erde zuschütten, wobei der Wurzelhals bedeckt werden muss.

Bodenqualität und Standort

An die Bodenqualität stellt die Aroniapflanze keine Ansprüche. Geeignet sind Löss-, Lehm- oder Sandböden. Auf keinen Fall sollte der Boden zu basisch sein und einen pH-Wert zwischen 5 und 6,5 aufweisen.

An Klima und Standort stellt die Pflanze nur geringe Ansprüche, wobei sie besonders gut gedeiht an Standorten mit hoher Boden- und Luftfeuchtigkeit, auf grundwassernahem Standorten oder steinigen Hanglagen.



Die Pflege der Aroniapflanze


Die Aronia ist recht anspruchslos und benötigt daher kaum Pflege. So kann sie gut Trockenheit aushalten, da ihr Wurzelgeflecht recht breit ausgebildet ist. Selbst bei wenig Regen ist die Pflanze im Sommer stets frisch und grün.


Krankheiten der Pflanzen


Bei der Aronia handelt es sich um eine robuste Pflanze, die kaum anfällig ist für Pflanzenkrankheiten. Allerdings können Schädlinge, wie die Ebereschenmotte oder der Frostspanner Probleme bereiten. Gelegentlich kann die Birnentriebweste durch die Eiablage in den jungen Trieben Probleme bereiten. Die abgestorbenen und verdorbenen Triebe ähneln dann dem Feuerbrand. Erkennbar ist die Ursache gut durch die spiralig angeordneten Punkte an der Triebspitze. Diese werden durch die Einstiche der Wespe hervorgerufen. In diesem Fall ist es ausreichend, diese abzuschneiden und zu vernichten.


Allerdings kann die Aronia auch von Feuerbrand befallen werden, da sie der Familie der Rosengewächse angehört. Hervorgerufen wird diese Krankheit durch eine Bakterie und ist gefürchtet, da sie große Schäden verursachen kann. Diese Pflanzenkrankheit ist schwer zu bekämpfen, aber für Menschen ungefährlich.


Reife, Ernte und Ertrag


Ab dem zweiten Standjahr können die Aroniabeeren von Ende August bis Anfang September geerntet werden. Wichtig ist, dass die Beeren schwarz-rot sind. Es gibt verschiedene Sorten wie „Nero“, „Hugin“, „Aron“, „Viking“ und die Wildfrucht „Aronia melanocarpa“ und bei diesen handelt es sich zugleich um die ertragreichsten. Etwas im sechsten und siebten Jahr kann mit einem Ertrag von durchschnittlich drei bis sechs Kilo Aroniabeeren pro Strauch bzw. Hochstamm gerechnet werden.


Die Verarbeitung und Lagerung


Die Beeren sollten direkt nach dem Pflücken schnell weiterverarbeitet werden. Lagerfähig sind die Aronia bei einer Temperatur zwischen 15 und 25 Grad Celsius rund zwei Wochen sowie einer Luftfeuchtigkeit von 80%.


Aroniasaft selbst herstellen


Erst ab einer Erntemenge von rund einem Kilogramm lohnt sich die Herstellung von Saft. Dabei kann mit etwa einem dreiviertel Liter Saft gerechnet werden.


  • Die Aroniabeeren reichlich mit kaltem Wasser waschen und die Stiele im Anschluss entfernen – die Beeren in einen Topf geben.
  • Pro Kilo Aronia ca. 200 Milliliter Wasser hinzugeben und alles erhitzen. Die Beeren dann für rund 15 bis 20 Minuten köcheln. Alles mit dem Kartoffelstampfer kräftig zu stampfen.
  • Ein sauberes Mull- und Leinentuch in ein Sieb legen und den Sud darüber gießen, sodass die Beeren im Tuch aufgefangen werden. Die Flüssigkeit tropft in einer darunter gestellte Schüssel ab.
  • Die Beerenmasse gut ausdrücken und den Saft auffangen und erneut in einen Kochtopf geben und kurz aufkochen. Durch den Trichter wird der Saft dann heiß in Flaschen gefüllt, die direkt verschlossen werden.

Für das Entsaften kann auch ein Dampfentsafter genutzt werden. Diese Art der Saftherstellung ist zudem schonender und der Aroniasaft wird noch konzentrierter und enthält mehr von den wertgebenden Inhaltsstoffen.


Tipp!

Die Schale nach dem Pressen nicht wegwerfen! Sondern diese sollte unbedingt aufgehoben und getrocknet werden, um diese zu Aroniatee oder Aroniapulver zu verarbeiten.


Neben Aroniasaft wird im privaten Bereich auch oftmals Marmelade bzw. ein Aronia Fruchtaufstrich hergestellt. 


Aronia Marmelade herstellen


Für pure Aronia Marmelade werden rund 2 Kilogramm frische oder gefrorene Aroniabeeren benötigt sowie 2 Kilogramm Haushaltszucker.


Die Zubereitung


  • Die Aroniabeeren in einen Mixer geben und zerkleinern und in einen großen Topf geben.
  • Den Zucker in der entsprechenden Menge hinzugeben und dann für rund 10 Minuten unter Rühren kochen.
  • Im Anschluss direkt heiß in Gläser abfüllen.

Die Aronia-Marmelade schmeckt hervorragend in Joghurt und Quark aber auch mit Hüttenkäse und in Wildsaucen sowie Beilagen (Birnen- oder Pfirsichhälften) anstelle von Preiselbeeren.


Alternativen – gesüßt oder püriert als Rohkost


Sicherlich ist ein ungesüßter Aroniasaft nicht jedermanns Sache, denn die Früchte sind sauer und zugleich herb. Damit der Saft etwas milder wird, ist es möglich, Zucker oder andere Süßungsmittel hinzuzugeben, wie bspw. Birnenzucker oder Birnendicksaft. Pro Liter müssen rund 70 bis 120 Gramm Zucker gerechnet werden. Dieser wird entweder direkt beim Entsaften hinzugegeben oder später vor dem Aufkochen und abfüllen.


Eine andere Alternative sind Zimtstange. So eignet sich der aromatische Saft gut zum Mixen, bspw. im Winter für Glühwein.


All das geht auch ohne Kochen, wobei das Ergebnis dann eher einem Smoothie ähnelt. Denn die Beeren werden in dem Fall mit dem Mixer oder Pürierstab bearbeitet und im Anschluss gesüßt und direkt getrunken. Zu beachten ist, dass die täglich empfohlene Verzehrmenge nicht überschritten wird.


Täglich nicht mehr als 100 ml Aroniasaft – am besten wird dieser nach dem Essen getrunken, da es ansonsten zu Bauchschmerzen kommen kann.

Pro Tag können bis zu 15 Beeren oder 400 mg Extrakt in Tablettenform in den Speiseplan eingebaut werden.

Die Gerbstoffe begünstigen bei empfindlichen Menschen Magenprobleme.

Die Aroniabeeren beeinträchtigen die Blutbildung und binden das Eisen. Wer unter Eisenmangel leidet, der sollte am besten auf den Verzehr der Beeren verzichten.


Aroniabeeren trocknen


Aroniabeeren können als Dörrobst wie Rosinen für Müsli und andere süße Speisen verwendet werden. Innerhalb von zwei Stunden trocknen die Beeren im vorgeheizten Backofen bei rund 60 Grad Celsius. Verbessert wird der Trocknungsprozess durch gelegentliches Wenden der Früchte.


Wer die Aroniabeeren energielos trocknen möchte, der legt diese für mehrere Tage an einen sonnigen Platz. Empfehlenswert ist eine Siebkiste oder eine mit Zeitung ausgelegte Kiste auf der Fensterbank. Durch die steigende Feuchtigkeit im Herbst ist die Trocknung im Freien weniger lohnenswert. Zu lagern sind die getrockneten Früchte lichtgeschützt in einem luftdicht verschließbaren Gefäß.

Die beliebtesten Aroniaprodukte.


Die beliebtesten Aroniabeeren Produkte


Viele wird es erstaunen, dass trotz der langen Geschichte der Aroniabeere, der erste Anbau der Aroniabeeren im Jahr 2009 in der Lüneburger Heide erfolgte. Mittlerweile baut Heide Aronia Schwarmstedt auf ihren Plantagen in ganz Deutschland über 70 Hektar Aroniabeeren an.


Das Hauptprodukt, das aus den Beeren hergestellt wird, ist der Aroniasaft, der überwiegend in Bio-Qualität angeboten wird. Neben dem Saft werden weitere Produkte aus eigener Herstellung angebaut:


  • Aroniabeeren
  • Aronia Pulver & Kapseln
  • Aronia Tee & Trester
  • Fruchtaufstrich
  • Wein & Likör
  • Bonbons

Für den eignen Anbau können auch Aronia Pflanzen bei Heide Aronia bestellt werden, ebenso wie Bücher über die Pflanze und Testpakete.


Aroniasaft: Der Saft aus der Aroniabeere ist ein absoluter Dauerbrenner und bereits stark hierzulande verbreitet. Die Firma Konfitee Naturkost GmbH produziert diesen unter der Marke Heide Aronia den Saft seit 2009. Für die Produktion werden ausschließlich Aroniabeeren aus deutschem Bio-Anbau verarbeitet. Eben dies ist der Vorteil von Konfitee gegenüber anderen Anbietern. 

Aroniatee: Gewonnen wird der Tee aus Aroniatrester. Besonders aufgrund der stark färbenden Tresterbestandteile, wie Schalen und Kerne überzeugt der Tee.

Aroniakonfitüre: Eine einzigartige Marmelade, die aus ganzen Früchten in Bio-Qualität hergestellt wird. Mittlerweile handelt es sich dabei um einen echten Verkaufsschlager, besonders für diejenigen die gern Herzhaftes mit Süßen verbinden. Im übrigen eignet sich die Marmelade hervorragend zum Kochen.

Aroniabeeren: Sind die Beeren getrocknet, dann sind sie das natürlichste Produkt überhaupt, da diese ausschließlich einer sanften Trocknung ausgesetzt werden und keinem weiteren Produktionsschritt. Einsetzbar sind die getrockneten Aroniabeeren für Müslis, Joghurts oder um einen Kuchen zu backen.


Tipp!

Sie können sich Aroniapflanzen selbst im Garten anpflanzen, da sie kaum Ansprüche an den Boden haben. Auch gegen Pilzkrankheiten sind sie immun, sie sind frosthart und sehen zu jeder Jahreszeit wunderschön aus. Eine große Auswahl an Aroniapflanzen finden Sie auf https://konfitee-shop.de/collections/aronia-pflanzen