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Der weibliche Zyklus einfach erklärt

Der weibliche Zyklus

Der Monatszyklus der Frau ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit. In den fruchtbaren Jahren einer Frau – also nach Eintreten der ersten Monatsblutung bis hin zur Menopause - bereitet sich der weibliche Körper jeden Monat aufs Neue auf eine Schwangerschaft vor. Alles wird vom Körper soweit geregelt, dass sich ein befruchtetes Ei in die Gebärmutter einnisten kann. Dabei wird der weibliche Zyklus von Hormonen gesteuert.

Eintreten einer Schwangerschaft

Wer verstehen will, wann und wie es zu einer Schwangerschaft kommen kann, der sollte wissen, was es mit dem weiblichen Zyklus auf sich hat. Der Zeitpunkt, zu dem eine Frau schwanger werden kann, ist nämlich ausgesprochen kurz. Innerhalb von nur wenigen Tagen besteht die Chance, dass das Ei befruchtet wird: Kurz vor dem Eisprung, während des Eisprungs und kurz danach. Wenn also ein Eisprung stattfindet und es ist gerade zufällig ein Spermium in Wartestellung, dann kann es zu einer Befruchtung kommen. Umgekehrt ist es ebenso: ist gerade eine Eizelle reif und es kommt ein Spermium in die Nähe, dann kann es ebenfalls zu einer Befruchtung kommen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, zu wissen, wie lange ein Spermium eigentlich überleben kann. Man geht davon aus, dass diese Zeitspanne auf ca. 5 Tage begrenzt ist. Das heißt: wenn fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr ein Eisprung stattfindet, besteht die Chance auf eine Schwangerschaft, bei einem längeren Zeitraum ist anzunehmen, dass das Spermium nicht mehr lebensfähig ist.

Wer schwanger werden will, sollte also versuchen, herauszufinden, wann konkret der Eisprung stattfindet. Das macht die Sache nämlich erheblich einfacher. Geschlechtsverkehr zum falschen Zeitpunkt wird also im Zweifelsfall nie zu einer Schwangerschaft führen und das ganz ohne dass irgendein körperliches Problem vorliegt. Der Zeitpunkt ist ausschlaggebend dafür, ob es klappt oder eben nicht.

 

Die Eierstock Phasen im weiblichen Zyklus

Man teilt die hormonellen Veränderungen des Zyklus in drei Phasen ein: die Phase vor dem Eisprung, den Eisprung selbst und die Phase danach.

 

1.       Die Follikelreifungsphase

Der weibliche Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Blutung. Das Hormon FSH regt in den Eierstöcken das Wachstum von 20 bis 25 Follikeln an. Dies produzieren Östrogene, die in das Blut ausgeschüttet werden. Nur ein Follikel wird besonders groß und erreicht die volle Reife und Größe, alle anderen sterben ab. Zugleich wird die Gebärmutterschleimhaut immer weiter aufgebaut, so dass sich dort eine befruchtete Eizelle einnisten kann.

 

2.       Der Eisprung

In der Hirnanhangdrüse wird nun das Hormon LH ausgeschüttet. Der erhöhte LH Spiegel sorgt dafür, dass es zu einem Eisprung, auch Ovulation genannt, kommt. Die reife Eizelle wird also in den Eileiter entlassen. Ca. 12 bis 24 Stunden lang ist die Eizelle befruchtungsfähig.

Unter dem Einfluss der Östrogene wird der Zervixschleim flüssiger, was es den Spermien einfacher macht, hindurch zu dringen und in den Eileiter zu gelangen. In genau dieser Phase des Zyklus ist die Fruchtbarkeit am höchsten.

 

3.       Gelbkörperphase

Jetzt hat die Dicke der Schleimhaut ihr Maximum erreicht. Je nachdem, ob es zu einer Befruchtung kommt, bleibt entweder der Gelbkörper bestehen oder auch nicht. Dann bildet er sich nach und nach wieder zurück. Dies ist sozusagen die Phase der Entscheidung: Sollte die Eizelle befruchtet worden sein, bleibt der Progesteron Spiegel hoch und somit wird das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut verhindert. Falls die Eizelle nicht befruchtet wurde, bildet sich der Gelbkörper zurück und der Progesteron Spiegel sinkt. Das bedeutet, dass sich die Schichten der Schleimhaut ablösen und die Menstruation setzt ein. Ein neuer Zyklus kann beginnen.

 

Wann sind die fruchtbaren Tage?

Wer schwanger werden will, für den ist diese Frage entscheidend: wann sind denn nun genau die fruchtbaren Tage? Dazu ist es wichtig, zuerst einmal die Länge des Zyklus zu kennen. Allerdings ist auch das nicht ganz so einfach, denn bei vielen Frauen kommt es immer mal wieder zu Zyklusschwankungen und auch nicht bei jeder Frau ist der Zyklus 28 Tage lang, so wie es eigentlich im Lehrbuch steht. Manche Frauen haben einen Zyklus, der eher 35 Tage lang ist, bei anderen sind es nur 24 Tage.

Würde man von einem 28 tägigen Zyklus ausgehen, wäre der Eisprung um den 14.Tag herum. Ist der Zyklus länger oder kürzer, findet der Eisprung dementsprechend entweder früher oder später statt. Statisch betrachtet findet der Eisprung also um den 14. Tag statt, in der Realität trifft diese Berechnung allerdings nur bei gerade mal 20% der Frauen zu.

Die Gelbkörperphase ist meistens gleich lang und dauert um die 14 Tage. Um festzustellen, wann der Eisprung stattfindet, rechnet man also am besten rückwärts. Bei einem 35 Tage langen Zyklus findet der Eisprung aller Wahrscheinlichkeit nach um den 21. Tag statt, bei einem Zyklus mit 24 Tagen vermutlich um den 10. Tag herum.

Somit lässt sich die Zeit, in der eine Schwangerschaft eintreten kann, deutlich besser eingrenzen.

 

Kann sich der Eisprung auch mal verschieben?

Ja, das kann er – schließlich ist der weibliche Körper ja keine Maschine. Die Hormone, die am Eisprung beteiligt sind, reagieren auf die Lebensumstände. Die Eizelle wächst heran, um befruchtet zu werden. Kommt es dann aber zu Stress, zu Krankheiten, psychischen Problemen oder bei einer Reise kann es durchaus passieren, dass der Eisprung sich verschiebt oder sogar ganz ausbleibt. Das ist nichts Außergewöhnliches und kein Grund zur Sorge.

 

Kann man den Eisprung berechnen?

Mathematisch lässt sich der Eisprung nicht wirklich berechnen. Es gibt aber die Möglichkeit, durch natürliche Familienplanung, auch NFP genannt, mittels Messung der Basaltemperatur die fruchtbaren Tage ziemlich genau zu bestimmen. Wer schwanger werden will, für den ist diese etwas aufwendigere Methode möglicherweise sehr hilfreich.

 

Wann bin ich fruchtbar?

Nimmt man die Zeitspanne, in der die Eizelle fruchtbar ist, nämlich 12 bis 24 Stunden und addiert sie mit der Zeit, in der die Spermien lebensfähig bleiben, also bis zu 5 Tage, kommt man auf einen Zeitraum von maximal 6 Tagen pro Zyklus, in denen eine Schwangerschaft wahrscheinlich ist. Soweit zumindest in der Theorie. Es ist also anzunehmen, dass etwa 3 Tage vor dem Eisprung, während des Eisprungs und die Tage nach dem Eisprung die reale Chance besteht, schwanger zu werden. Wer zum falschen Zeitpunkt Geschlechtsverkehr hat, bei dem wird also auch keine Schwangerschaft eintreten. Ist keine Eizelle da zum Befruchten, kann es ja auch nicht funktionieren. Das Hauptaugenmerk gilt also dem Eisprung – er ist die zwingende Voraussetzung dafür, dass eine Schwangerschaft eintritt.

 

Was sind die Anzeichen für einen Eisprung?

Manche Frauen erkennen ihren Eisprung an einem leichten Ziehen um Unterbauch. Man spricht dann auch vom Mittelschmerz. Außerdem verändert sich der Zervixschleim im Laufe des Zyklus. Je näher es in Richtung Eisprung geht, desto glasiger und flüssiger wird der Zervixschleim. Er ähnelt dann einem rohen Eiweiß. Zwischen den Fingern kann er regelrecht langgezogen werden. Ist hingegen kein Eisprung in Sicht, ist der Zervixschleim eher dick und undurchsichtig.

Der Muttermund wird in Richtung Eisprung etwas weicher, manche Frauen können das mit ihren Finger sogar ertasten.

Und dann ist da noch die bereits oben erwähnte Basaltemperatur, die kurz vor dem Eisprung um ca. 0,2 °C ansteigt. Bewirkt wird dies durch das Ausschütten des Hormons Progesteron. Dieser minimale Anstieg kann nur mit einem genauen Thermometer ermittelt werden.

Manche Frauen haben übrigens um den Eisprung herum eine erhöhte Libido, was möglicherweise an der sinkenden Progesteronkonzentration liegt. Sinnvoll ist das ja aus evolutionsbedingter Sicht durchaus. So wird gewährleistet, dass der Mensch sich fortpflanzt und weiterbesteht.

 

Was ist der Unterschied zwischen dem Eisprung in den fruchtbaren Tagen?

Der Eisprung ist eine kurze Phase, nämlich genau der Zeitpunkt, zu dem die Eizelle aus dem Eibläschen geplatzt.

Die fruchtbaren Tage hingegen sind wie bereits oben beschrieben länger, nämlich bis zu 6 Tage lang.

Zyklusbeschwerden

Wenn eine Frau Zyklusbeschwerden hat, kann das verschiedene Ursachen haben. Ab einem Alter von etwa Mitte 40 könnten dies die ersten Anzeichen für die Wechseljahre sein. Mit dem Beginn der Wechseljahre ändert sich nämlich auch der Zyklus der Frau. Der Zyklus wird kürzer oder länger, er kommt unregelmäßig oder die Blutung verändert sich immer mehr. Mitunter kommt es auch zu Schmierblutungen oder Zwischenblutungen.

Die hauptsächliche Ursache der Zyklusbeschwerden liegt in den Hormonen begründet. Die spielen regelrecht verrückt und stellen sich nach und nach um, bis sie sich zum Ende der Wechseljahre hin neu organisiert haben.

Schwanger werden kurz vor den Wechseljahren?

Man hört immer mal wieder davon, dass Frauen jenseits der 40 oder sogar 50 Jahren noch schwanger werden. Da passiert mitunter gewollt oder auch ungewollt – auszuschließen ist es jedenfalls nicht. Solange eine Frau ihre Tage bekommt, ist sie generell fruchtbar, auch wenn die Chance auf eine Schwangerschaft ab einem Alter von 30 Jahren rapide sinkt. Frauen, die mit über 40 noch einen Kinderwunsch haben, haben leider keine allzu große Chance mehr auf eine Schwangerschaft, unmöglich ist es aber nicht.

 

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